Als einer der Hauptsponsoren haben wir die Everest-Expedition im Mai 2011 von Matze und Anja unterstützt. Leider hat es dieses Mal nicht ganz gereicht.
Die Mails aus Kathmandu und dem Basecamp - beginnend mit der aktuellsten - und ein paar eindrucksvolle Fotos können Sie hier trotzdem noch einmal in Ruhe ansehen.
26.05.2011
Kathmandu, 26.05.11: Es hat nicht sollen sein!
Seit gestern sind wir zurueck am Ausgangspunkt unserer Reise, in Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal. Noch haben wir etwas Muehe mit der Zivilisation, dem Krach, dem Verkehr und den vielen Menschen hier, auch wenn die vielen Annehmlichkeiten wie fliessend Wasser, Dusche, Bett, gutes Essen und Trinken sehr gut tun. Fuenf Wochen am Berg - so nah an der Natur - ist doch eine lange Zeit…
Die Enttaeuschung sitzt tief. Mit jedem Tag und mit mehr Abstand wird sie eher staerker als schwaecher. Doch unsere Entscheidung bereuen wir nicht. In unseren Augen musste sie so fallen, auch wenn die Konsequenz fuer uns sehr hart ist. Der Traum ist aus!
Natuerlich wissen wir, dass es viel wichtiger ist, gesund zurueckzukehren, ein “Sportlerherz” will aber natuerlich das Ziel erreichen und das Ziel ist der Gipfel, nicht 200m darunter. Wir standen auf 8.650m, nur noch 2,5 Stunden vom Dach der Welt entfernt. Nach fuenf Wochen Kampf und Quaelerei, in der Hand eine leere Sauerstoff-Flasche, die voll sein sollte. Koerper und Kopf sind noch immer stark, Haende und Fuesse angenehm warm, Wetter top, keine Zeitnot. Wir drehen um, es ist noch immer dunkel…
Am 18.05.11 starteten wir mit der gesamten Expeditionsgruppe den langen Aufstieg zum hoechsten Punkt der Erde. Matthias hatte sich von seiner Bronchitis gut erholt, ich freute mich sehr ueber seinen Zustand. Wir waren beide bereit, volle Konzentration wie vor einem wichtigen Wettkampf. Wir hatten ein gutes Gefuehl. Der Aufstieg zum Nordcol / Camp 1 (7.000m) lief gut, die Stimmung war positiv. Am 19.05. ging’s weiter zum Camp 2 (7.800m). Auf dieser Strecke benutzten wir das erste mal Sauerstaoff als Test, bevor es sozusagen “ernst” wird. Es war nicht sehr angenehm, da die Flasche ein Eigengewicht von 3,5 kg hat und dies bei einem insgesamt schon beladenen und schweren Rucksack in der Hoehe dann doch einiges ausmacht. Auch die Nacht in Daunenoverall, Schlafsack und Gummimaske ueber Nase und Mund war alles andere als komfortabel. Aber auch das konnten wir gut ueberstehen. Beim Aufstieg von Camp 2 nach Camp 3 (8.300m) wurde uns erstmals bewusst, dass wir nicht alleine am Berg waren. Die Bergsteiger muessen sich hintereinander in die Fixseile einreihen, denn das Gelaende wird immer schwieriger und ausgesetzter (Everest Nordwand). Da unter den vielen Bergsteiegern auch weniger Erfahrene sind, gibt es haeufig Stau, was manchmal ganz schoen nervt. Matthias und mir ging es weiterhin gut und wir genossen die Atmosphaere so weit oben, etwas hoeher als der Cho Oyu – wie im Flugzeug.
20.05.11, 21 Uhr: Wir sitzen fertig gerichtet im Zelt und warten auf unsere beiden Sherpas, die uns die Sauerstoff-Flaschen montieren sollen. Um 21.30 Uhr brechen die anderen Expeditionsteilnehmer/innen auf – ohne uns! Unsere Sherpas haben verschlafen und somit sind wir ca. 20 Minuten hinter unserer Gruppe. (Wie es sich wenig spaeter herausstellte, hatten wir mit den beiden grosses Pech, sie waren schlecht vorbereitet, schwach und nicht kompetent genug) Den ersten wichtigen Punkt auf der Strecke, den sogenannten “Mushroom Rock”, verfehlen sie. Dort sollten unsere Flaschen das erste Mal gewechselt werden. Matze und ich kontrollieren den Inhalt unserer Flaschen selbst. Auf ca. 8.650m ist Matzes Flasche leer. Wir beauftragen seinen Sherpa, die Flasche zu wechseln. Die “neue” Flasche ist leer! Ein weiterer Versuch: der Regulatur zeigt 0%. Das darf nicht wahr sein! Wir versuchen Norbu, den Sirdar (Chef-Sherpa) per Funk zu erreichen. Es gelingt uns nicht, die Batterien des Funkgeraetes sind leer. (Auch das war ein Fehler der schlecht vorbereiteten beiden Sherpas.) Alle Teilnehmer unserer Gruppe, incl. Norbu sind vor uns, wir haben keine Chance mit irgend jemand in Kontakt zu kommen. Wir schauen uns alle vier mit grossen Augen an. Die Sherpas koennen uns nicht helfen! Matze und ich haben keine Idee mehr. Da stehen wir, so kurz vor unserem Ziel und Matzes langersehnten Traums. Fuer uns gibt es keine Wahl, die Entscheidung ist sehr schnell gefallen. Auch wenn uns zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst ist, welche Konsequenzen wir tragen muessen! Der erste Schritt talwaerts ist knallhart, jeder weitere Schritt ein Stick mehr in unser Herz…
Wir freuen uns nun auf unsere Familie und Freunde zu Hause. Vielen Dank an alle, die “bei uns” waren und mit uns mitgefiebert haben. Wir haben alles gegeben, es hat nicht sollen sein!
Liebe Gruesse aus Kathmandu,
Anja und Matze
14.05.2011
ABC, 14.05.2011: Warten auf den Startschuss
Seit dem letzten Bericht sind viele Tage vergangen. Viel ist passiert, extreme Höhen und Tiefen. Unsere Ruhephase im Basecamp ist vorbei, momentan warten wir mit allen anderen Expeditionen im ABC, bis der Startschuss für die Gipfelbesteigung fällt.
Da wir im Basecamp keinen Internetzugang hatten - die Chinesen haben das Netz seit dem 2. Mai gesperrt - konnten wir uns lange nicht melden.
Unsere Akklimatisation am Berg ist recht gut verlaufen. Es war sehr anstrengend, da das ABC mit 6.400m sehr hoch liegt und man hier so gut wie keine Möglichkeit zur Erholung hat. Wir haben alles gut durchgestanden, haben insgesamt 3 Nächte auf 7.000m (Nordcol) verbracht und sind bis auf eine Höhe von 7.500m aufgestiegen. Dieser Aufstieg war bisher das schönste Erlebnis für uns. Der Gipfel kam immer näher, fast zum Greifen nahe... Wir genossen den wunderbaren Ausblick auf Pumori und Cho Oyu, auf dessen Gipfel wir 2009 standen.
Auch der Aufstieg vom ABC zum Nordcol (7.000m) ist sehr schön, er führt durch Gletscher und Eisbruch mit mehr oder weniger steilen Passagen.
Am 6. Mai sind wir direkt vom Nordcol ins Basislager abgestiegen. Es war ein sehr langer und anstrengender Tag von 7.000m auf 5.000m mit insgesamt ca. 30km Strecke. Aber die Vorfreude auf Erholung zog uns förmlich hinunter.
Im Basecamp fühlte ich mich wie ein neuer Mensch. Ich spürte meinen Körper wieder, voller Kraft und Energie - er kam mir wieder bekannt vor. Ich musste nachts nicht mehr frieren, hatte keine Kopfschmerzen, keine Atemnot - am Morgen war das Zelt nicht von innen gefroren, der Schlafsack nicht feucht, keine Eiskristalle an der Zeltdecke und somit keine Wassertropfen, die mir beim Aufwachen kalt und nass ins Gesicht fielen. Einfach wunderbar :-)! Der Gipfel ist hier zwar sehr weit weg, aber mein Körper braucht die Distanz, um wieder zu Kräften zu kommen.
Zwischen dem 9. und 12. Mai mussten Matthias und ich eine Zeit voller psychischer Anspannung und Belastung durchleben. Unser Expeditionsleiter legte den 15. Mai als Gipfeltag fest. Unser Team sollte das erste sein, welches in diesem Jahr von Norden aus auf dem Gipfel des Mt. Everest steht. Unser Problem daran war, dass Matthias sich am 9. Mai eine Bronchitis zugezogen hat und dadurch sehr geschwächt war. Ein wirklich perfekter Zeitpunkt :-(... Trotzdem haben wir alles gegeben um rechtzeitig wieder im ABC anzukommen, damit wir mit den anderen zusammen den Gipfelaufstieg antreten können. Wir hatten jedoch keine Chance, da Matze viel zu schwach war. Eine Erkältung in dieser Höhe bedeutet das "Aus", ist einfach zu gefährlich. Auf dem Weg nach oben haben wir ständig diskutiert und überlegt, wie wir weiter verfahren sollten. Eigentlich war alles klar, es gab nix mehr zu diskutieren, es war zu spät, das ENDE für uns. Doch irgendetwas hat uns weiter angetrieben. Psychische Aufs und Abs, 3x nahezu der Abbruch, 3x waren wir schon so gut wie zu Hause... Enttäuschung, Wut, Ärger und viele Tränen... Wir hätten doch noch so viel Zeit gehabt, der Rückflug erst am 2. Juni.... Alle Expeditionen waren wie wir erst auf dem Weg in Richtung ABC und für uns sollte es schon das Ende bedeuten?
Am 12. Mai haben wir uns dann enttäuscht vom Intermediate Camp weiter zum ABC geschleppt, um unsere Taschen zu holen und die Rückreise anzutreten. Unser Team sollte währenddessen in Richtung Gipfel unterwegs sein. Oben angekommen "trifft uns fast der Schlag": Ein Blick ins Essenszelt -> ALLE sitzen da! Das ganze Team ist hier, keiner ist zum Gipfel aufgebrochen. Wir konnten es kaum fassen, ich war komplett überfordert mit der Situation!
Was war los? Die Fixseile von 8.300m bis zum Gipfel konnten aufgrund des Wetters (zuviel Wind) nicht gelegt werden. Das Wetter ist derzeit schwer voraussagbar, die Winde sind zu stark. Somit kann momentan niemand den Aufstieg antreten, alle sitzen in den Startlöchern. Unser Glück :-)! Wir sind wieder dabei!
Matze geht es mittlerweile besser, so dass wir mit unseren Teammitgliedern den Start herbeisehnen. Wollen wir hoffen, dass bis dahin nicht wieder etwas dazwischen kommt. Das weiss man ja nie hier oben...
Möglicherweise könnte der Gipfeltag zwischen dem 19. und dem 21. Mai liegen. Wir warten alle gespannt!
Viele Grüße in die Heimat,
Anja und Matthias
P.S.: Wenn technisch möglich, senden wir in den nächsten Tagen noch einige Fotos.
09.05.2011
Heute erreichte uns schon die nächste SMS aus dem Basecamp, nun heißt es ganz fest Daumen drücken!!!
Hallo ihr Lieben.
Es geht los! Morgen IM (Intermediate Camp), übermorgen ABC (Advanced Basecamp). Am Donnerstag, 12.5. dann Start in Richtung Gipfel. Nordcol 7.800 - 8.300 m. Gipfeltag nach heutigem Stand ist Sonntag, 15.5. Megaspannend. Matze und ich sind noch recht müde. Das war am Cho Oyu das gleiche. Ist also ein gutes Omen ;-) Drückt uns alle Daumen.
Ganz liebe Grüße Anja+Matze
07.05.2011
Aus dem Basecamp erreicht uns heute morgen eine SMS von Anja, es ist soweit alles in Ordnung, das Internet funktioniert wohl nicht zur Zet:
Alles ok. Basecamp zum Erholen. Waren 3 Nächte auf 7000m (Nordcol) und gelaufen auf 7500m. Sonst ABC. Zeit für Körper und Psyche sehr belastend! Viele Momente dem Aufgeben nahe. Gestern von 7000m ca. 30 km raus auf 5000m. Fast neuer Mensch.
28.04.2011
Heute morgen erreichte uns die 2. Mail vom Mount Everest:
Dienstag, 26. April 2011: Grüsse aus dem Advanced Basecamp (ABC) 6.400m
Ich sitze in meinem Zelt im ABC, draussen schneit es. In den letzten Tagen
hat es immer mal wieder geschneit und so war der Aufstieg vom Basecamp bis
hierher sehr abwechslungsreich. Nach einem 2-tägigen Fussmarsch mit einer
Strecke von ca. 25 km und 1.400 hm sind wir gestern Nachmittag im ABC
angekommen.
Die erste Etappe vom Basecamp zum Intermediate Camp (5.600m) führte in etwa 5 Stunden über leicht verschneites, gerölliges, relativ gleichmässig
ansteigendes Gelände. Das Camp liegt „irgendwo“ auf ca. halber Strecke bis
zum ABC. In der Phase der Akklimatisation macht es Sinn, diesen
„Zwischenstopp“ einzulegen. Es ist schön, sich mal wieder über längere Zeit
bewegen zu dürfen, wenn auch recht anstrengend, da der Körper sich noch
nicht genügend an die Höhe angespasst hat. „Also am Gipfeltag möchte ich
dann nicht NOCH langsamer unterwegs sein als jetzt“, sage ich zu Matthias.
Er lacht!
Am nächsten Morgen starten wir recht früh weiter in Richtung ABC. Die
Stimmung ist phantastisch. Über Nacht hat es wieder geschneit, die Sonne
scheint und der Gipfel des Mount Everest zeigt sich leicht verschleiert von
Wolken; rechts und links von uns tausende von glänzenden Eistürmen. Ein
wunderschöner Anblick und genug Belohnung für unsere Strapazen. Der Weg
führt mitten durch die faszinierende Eislandschaft, die Sonne brennt, fast
unerträglich.
Nach vielen Stunden treffen wir im ABC ein. Oh wie, ich spühre
die Höhe: „welcome back beim Höhenbergsteigen“ ;-). Es ist doch jedes mal
das selbe... Wie wird wohl unsere erste Nacht hier werden???
Heute ist Ruhetag und das ist auch gut so. Unsere Bewegungsabläufe sind
stark verlangsamt, ein Gefühl wie auf dem Mond!? Die Nacht hätte schlimmer
sein können ;-), es geht uns soweit o.k.
Die Adaptation ist eine Frage der Zeit, man braucht Geduld und muss die
kleinen Qualen „einfach nur“ aushalten und durchstehen können.
Vom ABC aus sieht man hoch zum Nordcol und auch zum Gipfel. Er ist uns schon
etwas näher: „nur noch“ 2.400 hm. Was man bei uns in den Alpen in einem Tag
schaffen kann, dafür braucht man hier in der Höhe ganze vier Tage.
Für uns hat nun Phase 2 begonnen: die Akklimatisation am Berg. Der Körper
muss sich mehr und mehr an die weiteren Höhen anpassen, der Sauerstoffgehalt
in der Luft nimmt zunehmend ab. Die Nächte werden immer kälter, an
„gemütlich“ schlafen ist hier nicht mehr zu denken. Wir planen für morgen
und übermorgen zwei weitere Ruhetage auf 6.400m ein und wollen dann am
Freitag, den 29. April zum Nordcol (7.000m) aufsteigen. Wenn alles gut
geht, versuchen wir, dort zu schlafen. Nach einem weiteren Ruhetag im ABC
soll es wieder zum Nordcol gehen (Nacht auf 7.000m), dann weiter hoch bis
auf 7.500m, wo wir eine weitere Nacht verbringen werden. Wir hoffen, dass
wir damit unsere Akklimatisation abschliessen und zurück zum Basecamp
absteigen können, um uns dort etwas zu erholen. Dort heisst es „Warten“ auf
schönes Wetter für den Gipfelaufstieg.
Das ist unser Plan. Aber wir wissen zu genau, dass Pläne beim
Höhenbergsteigen jederzeit verändert werden können bzw. müssen. Das Wetter
ist ein entscheidender Faktor, mindestens genauso entscheidend jedoch ist
der persönliche Gesundheitszustand. Der Körper ist der Höhe ausgesetzt und
kann immer nur darauf reagieren. Was heute gut geht kann morgen schon wieder
ganz anders sein. Man denkt also besser nur von Tag zu Tag!
Wir melden uns wieder, sobald wir zurück im Basecamp sind.
Viele Grüsse aus dem ABC,
Anja und Matthias
19.04.2011
Am Wochenende erreichte uns die erste E-Mail aus dem Everest Basecamp:
Heute ist der 16.April 2011. Ich sitze gemütlich im Campingstuhl und blicke nach oben, hinauf zum Gipfel des Mount Everest. Was ein Platz! Hinter mir ertönt ein Alphorn, unser Herbert ist am spielen...Nach gut einer Woche Anreise sind wir gestern im Everest Basecamp auf ca 5.000m angekommen.
Die Gruppe ist wohl auf, die Stimmung prima. Unser Expeditionsleiter Kari ist sehr darum bemüht, dass es uns allen gut geht. Unser tolles Team aus Sherpas (Nepali) und Tibetern haben fleißig vorgearbeitet und unser kleines "Dorf" am Fuße des Mt. Everest wunderschön errichtet. So lässt es sich die nächsten Wochen, die wir hier am Berg verbringen, sehr gut aushalten. Ausser uns sieht man nur wenig andere Bergsteiger im Basecamp (Nordseite), das ist natürlich toll. Von den typischen Menschenmassen keine Spur! Wir, das sind 11 Bergsteiger/innen aus Österreich, Italien (Südtirol), Deutschland und Bayern ;-). Organisiert und geleitet wird die Expedition von Kari Kobler und Mischu Wirth, beide aus der Schweiz. Am 8.04. haben wir uns alle in Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal getroffen. Die ersten beiden Tage verbrachten wir dort und haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigt. Am 10.04. ging unsere Reise mit dem Flug nach Lhasa weiter. Die Hauptstadt von Tibet liegt auf ca. 3.600m und war somit auch der Start unserer Akklimatisation.
Nach 2 Tagen ging es weiter mit einem Kleinbus durch die wunderschöne Landschaft Tibets, stets auf Höhen zwischen 3.600m und 5.200m. Wir hielten uns also 5 Tage lang in der Höhe auf, hatten den Komfort von verhältnismäßig guten Hotels, mussten uns kaum bewegen (was in der Phase der Akklimatisation von Vorteil ist) und konnten die tibetische Landschaft, die Menschen, Dörfer und Klöster geniessen. Es war wunderschön. Gestern sahen wir "IHN" das erste mal. Bei Sonnenaufgang von einem Pass aus hatten wir eine atemberaubende Aussicht auf sechs der 14 Achttausender: Kanchenzönga, Makalu, Mt. Everest, Lhotse, Cho Oyu und Shisha Pagma. Traumhaft schön!!! Im Spätsommer 2009 standen wir schon einmal hier, kurz darauf dann auf dem Gipfel des Cho Oyu (8.200m) mit direktem Blick hinüber zum höchsten Punkt unserer Erde. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich einmal die Chance bekommen sollte, womöglich da oben zu stehen. Nun befinde ich mich mitten drin - auf der spannenden "Reise" zum höchsten Berg der Welt. Doch der Weg bis zum Gipfel ist noch weit... Ein Schritt nach dem anderen. Hier im Basecamp schweift der Blick immer wieder hinauf. Da steht "ER", mächtig, herrlich, beeindruckend! Ca. eine Woche werden wir uns hier auf ca 5.000m aufhalten und ein paar einfache Touren zur Akklimatisation unternehmen. Der Körper muss sich langsam und behutsam an die Höhe gewöhnen.
Um den 21.04. wollen wir dann weiter aufsteigen, in zwei Tagen über das Intermediate Camp bis zum ABC (Advanced Basecamp) auf ca. 6.400m. Von dort aus werden die Hochlager eingerichtet und die Akklimatisation nimmt ihren weiteren Verlauf mit Auf- und Absteigen, dem Schlafen bis zu einer Höhe von 7.500m. Vor dem eigentlichen Gipfelaufstieg geht es noch eimal ganz hinunter ins Basecamp, um uns dort etwas zu erholen und auf eine gute Schönwetterperiode zu warten. Doch bis dahin ist noch langen hin...
Viele Grüße vom Fuße des Mt. Everest,
Anja und Matthias




















